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Bulgarien


Im Herbst 2010 fuhren wir im Zuge einer chiropterologischen Exkursion nach Bulgarien. Mit den Mitreisenden Ingo S. und Marko K. absolvierten wir die Anreise mit zwei Autos über Tschechien, Slowakei, Ungarn, Serbien nach Bulgarien in 24h, wo wir an der Höhle (ehemalig als Reifelager einer Käserei genutzt) das Lager aufbauten.

Alte Bulgarenhä...
Karstlandschaft

Karstlandschaft
Das Lager
Pause

Nach getaner Arbeit ging es an die Inspektion der Höhle, wo die „Bewohner“ (Siebenschläfer) uns gleich durch zirpende Rufe begrüßten. In den tiefen Regionen der Höhle befanden sich auch die gesuchten Fledermäuse, die beim Ausflug zu Forschungszwecken von Parasiten befreit wurden.

Siebenschläfer
Siebenschläfer
Langflügelflede...
Großes Mausohr
Großes Mausohr
Die Höhle

Am zweiten Tag holten wir Paul S., den letzten Teilnehmer der Exkursion vom Flughafen in Sofia ab und die parasitologische Erfassung konnte mit einen zusätzlichen fleissigem Helfer glänzen. Bei der Erfassung erbrachte die Vielzahl der Fledermäuse diverse Parasiten, die nur noch durch den gemeinen Paul-Floh in ihrer Wertigkeit übertroffen wurden. Vor den bissigen Vertretern wie Mausohr und Abendsegler boten Handschuhe zuverlässigen Verletzungsschutz.

Paul
Parasitenforsch...
Marko

Eine Begehung des hinteren wasserführenden Bereichs der Höhle wurde für manch Einen (der Dicke genannt) zu einer ungemütlichen Begegnung mit dem Schlamm und die daraus resultierende Erkenntnis wie tief man doch sinken kann und wie schwer es ist dort wieder allein herauszukommen, was meist zumindest in diesem Fall nur mit Hilfe durch Zweite gelingt. Das Positive an dieser feucht-schlammigen Begehung war der Fund diverser Hufeisennasen in diesem Teil der Höhle und die Erkenntnis eines bestehenden Quartiers dieser Art an anderer Stelle.

Hufeisennase
Hangplatz
Kleine Hufeisen...

Die reichhaltige Fauna ließ uns mehrere Tage an diesem Ort verweilen. Bis wir den kalten Nächten entfliehend und uns nach einer Dusche sehnend, auf den Weg nach Muselievo zu Venci machten. In dem Gebiet um Muselievo besuchten wir zwei Höhlen und wurden durch Venci und Mariana mit Essen und Fahrservice zu den Höhlen versorgt.

Äskulapnatter
Bissig
Knips
El Padre
Balkan Zornnatt...
Balkan Zornnatt...

Nach den mit Vollverpflegung, einem Bett und dem Luxus sanitärer Anlagen verbrachten Tage ging es noch einmal zu der Käsehöhle. Durch das in den letzten Tagen vorherrschende regnerische Wetter beschlossen wir langsam die Rückreise anzutreten.

Balkan Zornnatt...
Herbstwetter
Die Fähre

So ging es von Nikopol mit der Fähre nach Rumänien und dort bis 2000m Höhe über die Trans-Fagarasch Straße weiter nach Ungarn, Österreich, Tschechien, zurück nach Deutschland.

Trans Fagarasch
Trans Fagarasch
Trans Fagarasch