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Krim


Schon lange war es mein Plan, neue Reiseziele zu entdecken und so bollerte mein Bulli in Richtung Krim. Erste Überraschung war die Straße durch Polen. Perfekt. Zweite Überraschung: 27Cent für einen Liter Autogas in der Ukraine. Der Trip wird preiswert. So war es dann auch - 6333km Gesamtstrecke legte der Bully zurück, ohne Unfall, eine Reifenpanne, ein Federbruch und zehn Euro Strafzoll für ein Stoppschild.

Gepäck
Saatkrähenkolon...

Die Strassen hier waren schon etwas holprig und die Strecke zur Krim etwas öde, nur Felder weit und breit, stellenweise stank es nach Herbiziden und die Stromleitungen ware leer, kein Vogel saß dort, ganz anders als in Rumänien oder Bulgarien um die Zeit. Bog man gelegentlich von der Strasse ab, um ein Päuschen zu machen, war einer schon da: der Plastikmüll.

Feldhase
Fuchs
Möwen

Dann aber endlich die Krim. Gleich am Anfang geht es mit riesigen Schilfflächen der Sivashsümpfe los. Wasserflächen mit Limikolen, Enten und Brandgänsen - aber schlechtes Wetter. Auffallend ist der ständige Wind.

Bisam
Limikolen
Limikolen
Kampfläufer
Rotschenkel und...
Vogeljagd

Dieses Wetter sollte anhalten, auch als wir weiter auf die Krim vordrangen, Reisfelder mit Massen von Limikolen fanden, feststellten, das die Jagd auf diese normal war und direkt vor unseren Augen auch geballert wurde. Wir sahen Jungfernkraniche und fanden eine Rupfung. Die Graukraniche zogen ebenfalls noch um diese Zeit und kalt war es.

Jungfernkranich
Ammer ?
Asowsches Meer

Die Zecke ist ein sehr stark verbreitetes Tier auf der Krim, vor allem in den Sümpfen. Einmal durch das Gras laufen und schon sitzen 30 Zecken auf der Hose. Daran muss man sich gewöhnen. Von den Viechern haben wir einige an Körperteilen gehabt, die nicht fotografiert werden wollen. Aber genau dort wo die Massen der Zecken vorkamen, gab es auch die interessantesten Erlebnisse. Ob es sich um die Sumpfohreule, ein Kolkrabennest in Augenhöhe oder auch die Waldohreulen in gleicher Hecke ein paar Meter weiter handelte, die Natur überraschte in ungewohnter Weise in dieser weitläufigen Steppenlandschaft (oder heute auch leider Feldflur).

Sumpfohreule
Kolkrabe
Waldohreule