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Belarus

Nach langer Schreibabstinenz ist es wieder einmal soweit, ein kleiner Reisebericht. lange Jahre ist es her, dass ich im russischsprachigen Raum unterwegs war und deshalb stand im Mai diesen Jahres (2015) Weißrussland auf dem Plan. Und gleich mal richtig, Ziel waren die Pripjatsümpfe,ein ornithologisches Paradies, gleiches auch angeblich für Angler.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lang erwartet waren die typischen Holzhäuser, die uns gleich hinter der (sehr sehr ekligen Grenzprozeduren, 8 Stunden hat's gedauert) Grenze begrüßten.

Dennoch die mir aus Russland bekannten etwas elenden bzw. schäbigen Verhältnisse fehlten hier. Alles recht ordentlich,  diverse Balkanländer können sich hier eine Scheibe abschneiden, kein auffälliger Müll, kein wirtschaftlich bedingtes Ödland,alles recht ordentlich zu des deutschen Bürgers Freude.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und noch etwas fiel sofort auf, für eine so böse Diktatur wie es bei uns heißt, völlig ungewöhnlich: keine Polizei zu sehen!

Das blieb die ganze Zeit der Reise so. Und überhaupt, kaum alte russische Autos zu sehen, Audis und VWs der neunziger Jahre waren hier wohl gelandet. Aber die muss man auch erst einmal bezahlen können, und jemand muss sie auch holen. Schon wieder kein Klischee einer Diktatur, die Menschen einsperrt.

Überall kleine aber im Sortiment feine private Läden, das Unternehmertum scheint auch hier in den Startlöchern zu stehen.aber wir sind ja eigentlich wegen der Natur gekommen, und finden auch gleich die pure Natur im Pripjat- Nationalpark

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die endlosen Sümpfe (Internet Information) sind wohl nicht so zu finden,aber eine großartige Auenlandschaft begrüßte uns. Kleine Dörfer säumten das Ufer des Flusses und immer wieder waren Limikolen zu sehen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Besonders interessant war die Tatsache, dass überall wohl auch nur ein wenig Möglichkeit bestand, der Biber vorkam und seine Spuren hinterließ.Die Tiere waren auch nicht besonders scheu, die unten stehende Aufnahme wurde aus dem stehenden Auto heraus gemacht und bei ausreichendem Zeitaufwand wäre sicherlich noch viel mehr möglich gewesen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Sumpfschwertlilie blühte überall in Gewässernähe und an feuchten Stellen, gelegentlich fand sich auch wild wachsend die sibirische Art mit ihren blauen Blüten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eines der Highlights war der Schwarzstorch im Flachwasserbereich eines Stausees, dem es gerade in dem Augenblick gelang, einen Aal zu erbeuten. Damit hatte er mehr Glück als wir bei unseren Angelversuchen, die allesamt recht bescheiden endeten.