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Mal eben Albanien


Zum dritten Mal zog es uns nach Albanien.

Bild: Sonnenuntergang am Skhodrasee

In Zusammenarbeit mit der Universität Tirana ging es zum Fledermausfang im Norden des Landes.

Auf dem Weg zu einem bekannten, für uns jedoch nicht erreichbaren Dörfchen in den albanischen Alpen machten wir Rast an einem Wasserbassin. Es bot sich an, einige Meter Netz aufzustellen. Trotz der herbstlichen Temperaturen und des nicht so schwachen Windes war die Luft nach dunkel werden voller Ultraschallrufe. Die ersten Erfolge hängen auch bald im Netz.  Für mich völlig überraschend-die Zweifarbfledermaus. In Mitteleuropa habe ich sie noch nie  mit dem Netz fangen können.

Die nächste Überraschung kommt in Form einer Steppenbartfledermaus (Myotis aurascens),  von der ein Bilderbuchexemplar im Netz landet. Nach Prüfung aller Merkmale sind wir sicher, diese Art vor uns zu haben. Wer Zweifel hat, kann bei mir die gemessenen Werte abfragen.

Der nächste Besucher war  eine Wimperfledermaus (Myotis emarginatus). Hier ist die Bestimmung wohl außer Zweifel.

 

Ein Flussbett-allerdings ohne Wasser - durchbricht an einer Stelle einen  Felsen und hat dabei mehrere kleine Höhlen ausgewaschen, die im letzten Frühjahr mindestens drei Hufeisennasenarten beherbergten.  Eigentlich sind wir deshalb wiedergekommen,  da im Frühjahr unsere Versuche, mit den Netzen etwas zu fangen durch einen unvorstellbaren Wolkenbruch verhindert worden. Überraschend gelangen diesmal dort drei Arten ins Netz. In fünf Exemplaren fangen wir  die Alpenfledermaus (Hypsugo savii), 1 x das Balkan Langohr  (Plecotus kolumbatovicii] und 1 x das Braune Langohr (Plecotus auritus).

Bild: Alpenfledermaus

Bild: Balkan Langohr

Bild: Albanische Alpen