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Bei den Pelikanen


Da sich der Trip zu den Rothalsgänsen als wenig erfolgreich erwiesen hat, boten sich die Krauskopf -Pelikane am Kerkinisee an. Die knapp 20 km von der bulgarischen Grenze nach Griechenland waren schnell zurückgelegt.

 

Da lag er nun, der Kerkinisee. Majestätisch ragten die schneebedeckten Berge im Hintergrund als Kulisse, auf der Westseite waren reichlich Wasservögel zu sehen, neben Blässhühnern, Kormoranen, Flamingos eben auch die ersehnten Krauskopfpelikane, die sich in unmittelbarer Ufernähe aufhielten. Mein Kontakt zu einem ortsansässigen Fischer war der Schlüssel zu Aufnahmen mit normaler Brennweite.

Kerkinisee
Krauskopfpelika...

Eine Gemüsekiste voller halbwüchsiger Wildkarpfen, von einem Nachbarfischer erworben, begleitete uns in dem etwas angefaultem Boot von Thomas auf das Wasser hinaus. Die Pelikane kennen diese Prozedur bereits, es kommen öfters Fotografen zum Foto Spektakel.
Ein Fisch ins Wasser geworfen bringt die Tiere dazu, aus allen Ecken des Sees heran zu eilen und sich an der großen Fütterung zu beteiligen. Etwa 2 h brauchen wir um die Fischkiste zu leeren und dabei schöne Aktionsfotos mit den Pelikanen zu bekommen. Dann jedoch beginnen die Finger klamm zu werden, trotz Handschuhen. Die Temperatur bewegt sich um 0 °C.

Krauskopfpelika...
Krauskopfpelika...

Dabei sind Brennweiten von 28 mm völlig ausreichend, für die Flugaufnahmen etwa 100 mm, große Tröten kann man getrost im Auto belassen.
Erst anschließend bietet sich eine Runde um den See, vor allem im westlichen Bereich geht die Straße oftmals bis ans Ufer heran und an einigen Stellen kann man neben vielen verschiedenen Entenarten auch Limikolen und eben auch Flamingos beobachten.
Nach Aussagen eines örtlichen Ornithologen brüten die Pelikane im nördlichen Ufer des Sees, natürlich später und natürlich besonders geschützt. Trotzdem wird es im Frühsommer einen weiteren Besuch an diesem faszinierenden nordgriechischen See (eigentlich eine Talsperre) geben.